GBOL - German Barcode of Life

 ortsunabhängig
Jede Art zählt!

Projektinformationen

Artbestimmung, bundesweit, Fangen, Naturkunde, Biodiversität

Kontakt

Matthias Geiger
m.geiger [at] zfmk.de

Institution

Zoologisches Forschungsmuseum Alexander Koenig - Leibniz-Institut für Biodiversität der Tiere
Projektzeitraum ab: 
01.10.2011
Zielgruppe: 
Geeignet für Schulklassen: 

Ort

ortsunabhängig
Tätigkeiten: 
technischer Anspruch: 
Analoger Typ
Weitere Informationen: 
Biodiversität - Jede Art zählt! Was wäre wenn wir jedes Tier, jeden Pilz und jede Pflanze exakt und schnell identifizieren könnten, selbst anhand kleiner Gewebeproben wie einem einzelnen Blatt oder Haar? Hier erfahren sie mehr...:
Projektwebsite: 

Worum geht es in dem Projekt konkret?

Das GBOL-Projekt hat das Ziel, die Artenvielfalt aller deutschen Tiere, Pilze und Pflanzen anhand ihres genetischen DNA-Barcodes (Fingerabdrucks) zu erfassen. Damit übernimmt Deutschland als Wissenschaftsnation eine führende Rolle in einem internationalen Konsortium aus Naturkundemuseen, Zoos, Herbarien, Forschungseinrichtungen und staatlichen Institutionen, die den Aufbau einer "DNA Barcode Bibliothek des Lebens" zum Ziel haben.

Wie können Bürger mitforschen?

Wir suchen deutschlandweit nach erfahrenen Artenkennern, die durch ihre Sammelaktivität gezielt zur GBOL-Bioinventur beitragen wollen! In wenigen Schritten können Sie zum offiziellen GBOL-Partner werden: Nach der Anmeldung unter http://bolgermany.de/user/register zur Registrierung als offizieller GBOL-Taxon-Experte bekommen Sie Rückmeldung durch einen GBOL-Mitarbeiter und weitere Informationen sowie Sammelmaterialien. Auf unserem Portal (http://bolgermany.de/sammeln/map) können Sie gezielt sehen, welche Arten wo gefunden wurden, und wo es noch Lücken zu füllen gibt.

Was passiert mit den Ergebnissen?

GBOL wird die erste umfassende „DNA-Barcode“ Datenbank der Fauna und Flora Deutschlands erstellen und damit ein leistungsfähiges Expertensystem zur schnelleren Artbestimmung entwickeln. Das rasante Fortschreiten von Artensterben und Klimawandel begründen die weltweiten Forderungen nach Erhaltung der Biodiversität und machen die Etablierung einer schnellen, zuverlässigen und kosteneffizienten Artidentifikation zu einer globalen Notwendigkeit.

Wozu trägt die Forschung bei?

Es gilt die Artenvielfalt unseres Planeten so schnell und umfassend wie möglich zu erfassen, damit effektive Schutzmaßnahmen ergriffen werden können. Neuesten Schätzungen zufolge gibt es auf der Erde ca. ~ 8,7 Millionen Arten von Organismen. Bis heute sind davon lediglich ca. 1,7 Millionen Arten wissenschaftlich beschrieben und katalogisiert. Weltweit warten also derzeit noch ca. 7 Millionen Arten (80% der Arten) auf ihre Entdeckung und Beschreibung! Ein geschulter Experte (Taxonom) kann ca. 1000-2000 Arten verlässlich identifizieren. Das bedeutet, dass zur Erfassung der oben genannten Schätzung der Artenvielfalt mindestens 8700 Experten benötigt würden. Weltweit gibt es aber nur ca. 4000-6000 professionelle Taxonomen, deren Kapazitätsgrenzen längst erreicht sind und deren Zahl stetig zurückgeht. Die Taxonomen, selbst gewissermaßen eine vom Aussterben bedrohte 'Spezies', können die morphologische (optische) Artidentifikation zudem nur mit einem hohen Zeit- und Kostenaufwand durchführen.

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