Aufruf für Beiträge für Citizen Science für die Jahrestagung der GfÖ (bis zum 31.5.)

25. Mai 2018 von Florence Mühlenbein

Im September haben sich die ersten Zugvögel bereits auf den Weg gemacht, andere bereiten sich auf Ihre lange Reise vor. Wir, das sind Anett Richter (UFZ/iDiv), Florian Heigl und Daniel Dörler (BOKU Wien), laden euch auf eine Reise nach Wien ein. Dort findet nämlich vom 10. bis 14. September 2018 die 48. Jahrestagung der Gesellschaft für Ökologie (GfÖ) statt.

Das Motto der Tagung lautet: "Ecology – meeting the scientific challenges of a complex world". In den vier Tagen in Wien werden wieder zahlreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der deutschsprachigen und der internationalen Forschungslandschaft zusammenkommen, um sich zur ökologischen Forschung auszutauschen und weiterzubilden.

Das Thema Citizen Science in der Ökologie spielt natürlich auch eine Rolle.

Wir laden euch herzlich ein, Vorschläge für unsere Citizen Science Session bis spätestens 31. Mai 2018 einzureichen.

Hier geht es zur Anmeldung.

Unsere Motivation

Ehrenamtliche haben über Jahrzehnte im praktischen Naturschutz mitgewirkt. Ohne die zahlreichen Beiträge von Hunderten von Freiwilligen würden wir heute ein sehr limitiertes Verständnis zum Vorkommen von Arten und deren Gefährdungsstand haben. Langzeitbeobachtungen (Montoring) sind notwendig, um über den Zustand der biologischen Vielfalt zu berichten und Nachweise zu erbringen, in welche Richtungen sich die biologische Vielfalt bewegt (Trends nach oben/unten/gleichbleibend). Erst mit diesem Wissen können Maßnahmen  formuliert und umgesetzt werden, um Trends entgegenzuwirken bzw. diese zu fördern. Derzeitig erfährt die  besorgniserregende Reduktion der Insektenbiomasse große mediale Aufmerksamkeit und es existiert ein politischer Willen in den D.A.CH-Ländern konkrete Maßnahmen zum Stopp des Insektensterbens zu fördern. Damit rücken auch Fragen nach der Rolle und Relevanz des ehrenamtlichen Engagements im Biodiversitätsmonitoring (wieder) in den Vordergrund. Der Bürgerwissenschaft, das Engagement von Freiwilligen in wissenschaftlichen Prozessen, wird hierbei eine wichtige Rolle zugeschrieben. Citizen Science ist Teil der Diskussion über die Einrichtung von Monitoringsystemen im In- und Ausland.

Hier sehen wir ein großes Potenzial, sich über die Grenzen und Potenziale des bürgerschaftlichen Engagements für das Biodiversitätsmonitoring auszutauschen.

Unsere Session

In der vorgeschlagenen Session bringen wir ehrenamtliche und hauptamtliche Naturschutzbiologen – und Ökologen zusammen. Gemeinsam diskutieren wir die Vielfalt der bürgerwissenschaftlichen Ansätze und wollen insbesondere einen Blick in  die Vergangenheit wagen, um Herausforderungen von heute und morgen zu bewältigen.

Was euch erwartet

Wir werden Referenten einladen, die sich seit vielen Jahren mit der Langzeitbeobachtung beschäftigen. Wir werden verschiedene Ansätze zur Erhaltung und Überwachung der biologischen Vielfalt erörtern und  dabei auch die Erfüllung der UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung berücksichtigen.

Wir freuen uns über Abstracts von NGOs mit Erfahrung in der langfristigen ökologischen Überwachung und nehmen Eure/ Ihre Vorschläge der Beteiligung an der Session in deutscher und englischer Sprache bis zum 31. Mai 2018 entgegen.

Florence Mühlenbein

Projektmanagerin und Online-Redakteurin. Seit Februar 2018 betreut sie die Plattform, kümmert sich um die Social-Media-Kanäle und berät Projekte im Bereich Wissenschaftskommunikation.

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