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Impulse von und für Citizen Science - Anregungen vom Forum Citizen Science 2021

11. Mai 2021 von Laura Ferschinger
Foto: ulleo/pixabay
Foto: ulleo/pixabay

Potentiale, Erfolge, Entwicklungsmöglichkeiten  ̶  diese Begriffe schwirren neben anderen nach zwei inspirierenden Tagen beim Forum Citizen Science durch den Kopf. Die zahlreichen vorgestellten Projekte haben in anschaulicher Weise gezeigt, wie breit die Citizen Science-Landschaft aufgestellt ist und in wie vielen Disziplinen sie Anwendung findet. Die Erwartung an das Forum, die Vielfältigkeit von Citizen Science besser kennenzulernen, ist damit eindrucksvoll erfüllt worden.

Wie die drei eingangs erwähnten Schlagwörter schon andeuten, hat das Forum auch Denkanstöße gegeben und zu interessanten Diskussionen geführt. So beispielsweise über die Wirkungspotentiale von Citizen Science, die während des Forums sowohl in Expert:innengesprächen als auch in Sessions immer wieder thematisiert wurden. Da Citizen Science nämlich Offenheit verlangt, sowohl beim Zugang der Bürger:innen zur Wissenschaft und Forschung als auch beim Forschungsprozess selbst, kann sie zu einer Demokratisierung der Wissenschaft und damit zum Wandel des Wissenschaftssystems beitragen. Insbesondere vor dem Hintergrund einer zunehmenden Polarisierung der Gesellschaft birgt Citizen Science das Potential, das Vertrauen zwischen den Bürger:innen und der Wissenschaft zu stärken.

Die Anerkennung dieser Potentiale fordert gleichzeitig zu einer kritischen und differenzierten Betrachtung der Wirkung von Citizen Science heraus. Denn wie treffend darauf hingewiesen worden ist, werden Bürgerwissenschaftler:innen unterschiedlich in die Forschungsprozesse der Citizen Science-Projekte eingebunden, weshalb auch ihre Wirkungspotentiale stark variieren können. Es ist auch kritisch hinterfragt worden, ob die erhöhte Akzeptanz der Wissenschaft bei Bürgerwissenschaftler:innen nicht das Ergebnis der Teilnahme an einem Citizen Science-Projekts, sondern vielmehr die Voraussetzung für eine solche Teilnahme darstellt. Das Forum hat zudem zum Nachdenken darüber angeregt, inwiefern die Übersetzung der Forschungsergebnisse aus Citizen Science-Projekten in politische Maßnahmen stärker berücksichtigt werden sollte, um aufgebautes Vertrauen in die Wissenschaft aufrecht zu erhalten und möglicher Frustration vorzubeugen. Zwar sind zahlreiche Ergebnisse zur Forschung der Effekte von Citizen Science präsentiert worden, dennoch bleiben viele Fragen zu Wirkungsformen, Wirkungsrichtungen und -Voraussetzungen offen und zeigen damit eine der zahlreichen Anknüpfungspunkte auf, die das Forum sichtbar gemacht hat.

Das Forum hat über zwei Tage hinweg immer wieder verdeutlicht, welche Bereicherung und Perspektivenerweiterung die Einbindung verschiedenster Formen von Wissen und Kompetenzen durch Bürger:innen in die Forschung für die Wissenschaft selbst darstellt. Bei den Projektvorstellungen ist z.B. aus dem Bereich der Gesundheitsforschung in überzeugender Weise sowohl von Bürgerwissenschaflter:innen als auch von Wissenschaftler:innen geschildert worden, wie die Partizipation von Patientenforscher:innen zu einer Innovation lebensweltlicher Lösungen beitragen kann. Aber auch die Notwendigkeit von Citizen Science für die Biodiversitätsforschung ist nicht unerwähnt geblieben. 

Die beim Forum präsentierten Forschungsergebnisse aus Citizen Science-Projekten und der Forschung über Citizen Science haben somit zur Reflektion über die Potentiale, Erfolge und Entwicklungsmöglichkeiten von Citizen Science angeregt und motivieren insbesondere zur weiteren Beschäftigung mit und Förderung von Citizen Science.

Laura Ferschinger

Laura Ferschinger ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und leitet das Citizen-Science-Projekt “Wer sind wir? Fridays For Future Meets Citizen Science”, das gemeinsam mit den Aktivist*innen die Bewegung besser verstehen und daraus Perspektiven für Bürger*innenbeteiligung entwickeln möchte.

Ein Kommentar

Adolf Bablitzka
Man erfährt das Nötigste aus meiner Website. Seit meiner Studentenzeit als Maschinenbauingenieur forsche ich in theoretischer Physik. Damals ca. 1960 hätte ich als völlig mittelloser Dipl. Ing. (FH) noch ein Physikstudium beginnen sollen. Das schenkte ich mir. Ich wurde lieber Autodidakt, wie man sagt. Meine Forschung stützte sich nicht auf statischtische Wahrscheinlichkeit und auf annähernd integrale Lösungen, wie dies z. B. das Cern und Einstein tut. Dies ist wohl der Grund, warum man meine Forschung anscheinen an zuständiger Stelle (z. B. bei der PTB) ablehnt. Meine Forschung baut auf eine Referenzkraft (Planchkraft = mPL x c im Quadrat/ lPL ) und auf das Referenznukleon (Oo=Gxh/c hoch 3) auf. Die entwickelten Terme erlauben die quasimathematische Darstellung der universal geltenden Naturkonstanten, auch die Gravitationskonstante also beliebig genau. Wie kann man mir helfen, dass diese Forschungsergebnisse nicht verloren gehen. Ich gründete den Baska Verlag GmbH, da ich als nicht promovierter kein ForschungsInstitut gründen konnte.

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