„Was hat die Praxis von Citizen Science?“ — Eindrücke von der 4. Österreichischen Citizen Science Konferenz

22. März 2018 von Florence Mühlenbein

Auf den Spuren der Bürgerforschung in Salzburg! 

eine Blogreihe  Teil 4 von 6

Am Freitag zeigte Dr. Katrin Vohland in ihrer Keynote “Was hat die Praxis von Citizen Science?” eine Vielfalt von Antworten auf die aufgeworfene Frage. Waren Bürger*innen in der Vergangenheit oft simple Datenaufzeichner*innen in einem Projekt, nehmen sie nun eine deutlich aktivere Rolle wahr. Denn in Projekten wird nicht nur ihre Kreativität gefördert, sie erlernen auch weitere Kompetenzen, die über das Inhaltliche eines Projekts hinausgehen. So kann ein Teilnehmender beispielsweise Kenntnisse eines Computerprogramms erlernen oder aber auch sein Wissen in Konfliktmanagement erweitern und dies in sein Berufsleben oder privaten Alltag integrieren. Die einzelnen Motive der Bürger*innen an einem Projekt teilzunehmen, sind dabei vielfältig. Auch Schulen sehen zunehmend den Mehrwert der Projekte, Schüler*innen durch Projekte nicht nur für die Wissenschaft zu begeistern, sondern durch selbst ausprobieren, diese auch begreifbarer zu machen. Je weiter Citizen Science Einzug in den Alltag vieler erhält, desto mehr muss sich der Bereich auch neuen Herausforderungen stellen: Wie viel Kommerzialisierung verträgt Citizen Science? Können und sollen Förderer von Projekten gesellschaftliche Relevanz der Projekte einfordern können? Und wie viel Institutionalisierung tut der Bürgerforschung gut? Wo verläuft die Gratlinie zwischen gemeinsamen Standards und Ausschlüssen, die die Folge der Gemeinsamkeiten sind? Jedoch sollten wir uns bewusst sein, dass Citizen Science auch ohne Wissenschaftler*innen stattfindet, sagte die Rednerin.

Vom 1.-2. Februar 2018 nahm das Team von Bürger schaffen Wissen an der 4. Österreichischen Citizen Science Konferenz in Salzburg teil. Im Monat März stellen Euch die Autorinnen ihre persönlichen Highlights in einer kleinen Blog-Reihe vor. Die Beiträge spiegeln die persönlichen Eindrücke der Autorinnen wider und nicht zwangsläufig des gesamten Teams.

Florence Mühlenbein

Projektmanagerin und Online-Redakteurin. Seit Februar 2018 betreut sie die Plattform, kümmert sich um die Social-Media-Kanäle und berät Projekte im Bereich Wissenschaftskommunikation.

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