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Buerger schaffen Wissen

Die Plattform für Citizen-Science-Projekte aus Deutschland: Mitforschen, präsentieren, informieren!

Online-Format: Mittagspause mit Bürger schaffen Wissen

Worauf sollte man im Projektdesign in Bezug auf die Kommunikation achten? Welche Social-Media-Kanäle sind die richtigen für mein Citizen-Science-Projekt? Und wie kann gutes Freiwilligenmanagement aussehen? In unserem Online-Format Mittagspause mit Bürger schaffen Wissen möchten wir mit euch zu diesen und weiteren Themen ins Gespräch kommen, Wissen teilen und Erfahrungen untereinander austauschen. Daher laden wir in regelmäßigen Abständen zur gemeinsamen Mittagspause mit Bürger schaffen Wissen ein: eine einstündige lockere Veranstaltung, die mit einem kurzen Impulsvortrag startet und viel Raum für Fragen, Diskussion und Austausch lässt.

Insbesondere freuen wir uns auch über Input- und Themenvorschläge aus der Community!

Mögliche Themen sind: 

  • Erfahrungen aus den Projekten teilen 
  • aktuelle Veröffentlichungen zu Citizen Science, die ihr gerne diskutieren möchtet
  • Entwicklungen und/oder Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen
  • Austausch und Einblicke in Programme zur Organisation und Umsetzung von Kommunikation (z.B. Twitter)

Die Veranstaltung richtet sich an alle Citizen-Science-Projektverantwortliche (Leiter*innen, Freiwilligenkoordinator*innen, Kommunikationsverantwortliche etc. der Projekte) bei Bürger schaffen Wissen und ist offen für alle, die Interesse an Citizen Science haben.

Kommende Termine

Die Mittagspause wird mit vier weiteren Terminen an jedem letzten Freitag im Monat fortgesetzt. Weitere Termine: 29. Oktober, 26. November. Wir arbeiten an den Themen und freuen uns auch auf Ihre Vorschläge!

Die nächste Mittagspause findet am Freitag, 24. September, 12-13 Uhr statt.

Emotionen als Eintritt in die Wissenschaft?

Der Home River BioBlitz ruft vom 24.09 bis zum 26.09. Menschen weltweit auf, ihre lokalen Flüsse mithilfe der App ‘iNaturalist’ zu erleben und dadurch Biodiversitätsforschung zu unterstützen. Im vergangenen Jahr nahmen bei dieser Aktion bereits rund 500 Teilnehmende Biodiversitätsdaten von über 40 Flüssen auf. Als Auftakt dieses weltweiten Citizen Science-Events ist für die heutige digitale Mittagspause Jens Benöhr bei Bürger schaffen Wissen zu Gast. Jens ist einer der Hauptorganisatoren des Home River Bioblitz in Deutschland und hat im Rahmen seiner Masterarbeit die Auswirkungen von Citizen Science auf die Ortsverbundenheit der Menschen erforscht. Zusammen mit Jörg Freyhof, Biodiversitätswissenschaftler und Gewässerexperte am Museum für Naturkunde Berlin, werden wir uns über den Zustand der Biodiversität von Flüssen in Berlin austauschen und beschäftigen uns mit der Frage, wie Emotionen in Citizen-Science-Projekten helfen können, unsere Natur zu bewahren. Gäste: Jens Benöhr (River Collective) & Jörg Freyhof (Museum für Naturkunde Berlin)

Anmeldung zur digitalen Mittagspause am 24.9.

Themen der vergangenen Mittagspausen

Kick-off-Gespräch zur Online-Konsultation

Seit 2020 arbeiten über 150 Mitwirkende unter der Leitung von mehr als 40 Themenchairs aus verschiedenen Organisationen an dem Weißbuch Citizen Science Strategie 2030 für Deutschland. Die AG Weißbuch lädt nun alle ein, den Entwurf der Strategie zu kommentieren, zu ergänzen oder sich im Rahmen eines Positionspapiers einzubringen. In der digitalen Mittagspause im August diskutierten Manfred Ronzheimer (Journalist), Stefan Munziger (Naturgucker) und Dr. Anke Valentin (Wissenschaftsladen Bonn) über die verschiedenen Perspektiven und Schwerpunkte der Online-Konsultation. Die AG Weißbuch freut sich auf Ihre Teilnahme an der Gesprächsrunde! Moderiert wurde die Mittagspause von Silke Voigt-Heucke (MfN) und Christin Liedtke (Helmholtz Geschäftsstelle).

Aktiv-Passiv!

Citizen-Science-Projekte ermöglichen Bürger*innen, sich an verschiedenen Phasen des Forschungsprozesses zu beteiligen. Diese Beteiligung findet zunehmend online statt, dabei können Teilnehmende digitale Werkzeuge zur Datensammlung, -auswertung und -diskussion nutzen. In einem Forschungsprojekt wurden für drei thematisch unterschiedliche, online-basierte CS-Projekte mit Hilfe von Tracking-Tools vergleichend untersucht, wie häufig die Teilnehmenden aktiv Daten gesammelt und ausgewertet haben oder ob sie eher passiv stöberten, also Inhalte anschauten und sich informierten. Prof. Dr. Till Bruckermann (Leibniz Universität Hannover) zeigte am 28.4.2021, dass sich die Art und der Grad der Beteiligung zwischen der Datensammlung und -auswertung unterscheiden, unabhängig vom Thema des CS-Projektes. Daraus lassen sich viele Anregungen für die Gestaltung von CS-Projekten ableiten.

Zum Weiterlesen:

Greving, H., Bruckermann, T. & Kimmerle, J. (2020). This is my project! The influence of involvement on psychological ownership and wildlife conservation: The influence of involvement on psychological ownership and wildlife conservation. Current Research in Ecological and Social Psychology, 1(1), Artikel 100001. https://doi.org/10.1016/j.cresp.2020.100001
Bruckermann, T., Greving, H., Brandt, M., Harms, U. (2021). Daten Sammeln reicht mir! Bürgerwissenschaften: Welche Aktivitäten interessieren Beteiligte? IPN Journal, 8, 24-29. https://www.ipn.uni-kiel.de/de/publikationen/ipn-journal/ipn-journal-no-8

Exklusiv - Inklusiv!

Die aktuell 160 Projekte auf der Plattform buergerschaffenwissen repräsentieren eine enorme Vielfalt an Themen, Forschungsfragen, Herangehensweisen. Doch wie vielfältig sind die Menschen in den Projekten, deren unterschiedliche Perspektiven, individuelle Hintergründe und Erfahrungswelten? Sind wir offen und divers? Oder weisen wir versehentlich einzelnen Personen oder sogar ganzen Gruppen nur bestimmte Rollen zu? Oder grenzen wir sogar aus? In der Digitalen Mittagspause am 26.3.2021 hat Psychologin Dr. Ines Thronicker (UFZ Leipzig) darüber berichtet, wie spannend und wie lohnend es ist, die Welt der Diversität zu erkunden – in unserer Kommunikation, in unseren Strukturen und in unserem Verhalten.

Ergänzende Materialien und Informationen

Soapbox:

Plötzlich digital!

Viele Citizen-Science-Projekte sahen und sehen sich vor der großen Herausforderung, ursprünglich als Vor-Ort-Angebote geplante Veranstaltungen in der digitalen Welt umzusetzen. In der Digitalen Mittagspause am 26. Februar 2021 haben Silke Oldorff und Rainer Stoodt vom Projekt „Tauchen für den Naturschutz“ berichtet. In diesem Projekt werden Sporttaucher*innen zunächst ausgebildet, verschiedene typische Wasserpflanzen zu bestimmen. Anschließend können sie selbständig diese Arten während ihrer Tauchgänge in den Seen bestimmen und kartieren. Das Team hat die Winter-Schulungen zur Auffrischung der Artenkenntnisse und Methodik Anfang Februar 2021 ins Internet verlegt. 

Freiwilligenmanagement

Eine besonders wichtige Komponente in Citizen-Science-Projekten ist die Zusammenarbeit mit Bürgerforschenden: Wie begeistert man Bürger*innen für das eigene Citizen-Science-Projekt? Worauf gilt es in der Kommunikation und in der Projektarbeit zu achten? Und wie organisiert man das am besten? In der gemeinsamen Mittagspause am 29. Januar drehte sich alles ums Freiwilligenmanagement. Wir bedanken uns bei Ralf Baumgarth von der FreiwilligenAgentur Heidelberg für einen Überblick über das Thema und bei Andrea Andersen vom BUND für einen Einblick in die praktische Umsetzung in den Citizen-Science-Projekten.             

Ende gut, alles gut?

In der Mittagspause am 27. November haben wir gemeinsam auf Citizen-Science-Projekte geblickt, die sich in der Abschlussphase befinden. Zeit also, um Bilanz zu ziehen, die gemeinsam erarbeiteten Ergebnisse vorzustellen und einen Blick nach vorn zu werfen. Dazu haben Prof. Dr. Melanie Jaeger-Erben das Projekt REPARA/KUL/TUR und Peggy Sylopp das Projekt Hear How You Like To Hear vorgestellt. Vielen Dank für den schönen Austausch!  

Ist Citizen Science Wissenschaftskommunikation?

In unserer Mittagspause am 30. Oktober beleuchten wir die Frage, inwiefern Citizen Science Teil der Wissenschaftskommunikation ist, wie sich die Grenzen zwischen Teilsystemen von Gesellschaft und Wissenschaft verschieben und welche Besonderheiten sich aus dem partizipativen Forschungsprozess für die Kommunikation in Citizen-Science-Projekten ergeben. Wir freuen uns auf einen Input von Susanne Hecker und auf die anschließende Diskussion mit allen Teilnehmenden!

Citizen Science & SDGs

In unserer zweiten Mittagspause am 25. September haben wir uns die Verbindung zwischen Citizen Science und den UN-Nachhaltigkeitszielen näher angeschaut und sind dazu mit euch in die Diskussion gekommen. Wir haben einen Blick auf die aktuelle Forschung geworfen und anschließend u.a. überlegt, wie Projekte in der Runde zu welchen SDG-Zielen passen und was die Projekte für die Umsetzung an Unterstützung noch gebrauchen können. 

 

Trends & Themen in der Wissenschaftskommunikation

In unserer ersten Mittagspause am 28. August 2020 stand die Frage "Was sind Trends und Themen in der Wissenschaftskommunikation?" im Mittelpunkt. Rebecca Winkels, verantwortlich für die strategische Kommunikation bei Wissenschaft im Dialog, stellte das Thema in einem Input vor und lieferte eine Vielzahl von Beispielen. Anschließend kamen die Teilnehmenden in den Austausch und diskutierten, welche Anknüpfungspunkte sie zu den eigenen Citizen-Science-Projekten sehen und welche Erfahrungen sie bereits teilen können. Die wichtigsten Diskussionsbausteine hat Graphic Recorderin Lorna Schütte für uns digital festgehalten.