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Buerger schaffen Wissen

Die Plattform für Citizen-Science-Projekte aus Deutschland: Mitforschen, präsentieren, informieren!

Online-Format: Mittagspause mit Bürger schaffen Wissen

Worauf sollte man im Projektdesign in Bezug auf die Kommunikation achten? Welche Social-Media-Kanäle sind die richtigen für mein Citizen-Science-Projekt? Und wie kann gutes Freiwilligenmanagement aussehen? In unserem Online-Format Mittagspause mit Bürger schaffen Wissen möchten wir mit euch zu diesen und weiteren Themen ins Gespräch kommen, Wissen teilen und Erfahrungen untereinander austauschen. Daher laden wir in regelmäßigen Abständen zur gemeinsamen Mittagspause mit Bürger schaffen Wissen ein: eine einstündige lockere Veranstaltung, die mit einem kurzen Impulsvortrag startet und viel Raum für Fragen, Diskussion und Austausch lässt.

Insbesondere freuen wir uns auch über Input- und Themenvorschläge aus der Community!

Mögliche Themen sind: 

  • Erfahrungen aus den Projekten teilen 
  • aktuelle Veröffentlichungen zu Citizen Science, die ihr gerne diskutieren möchtet
  • Entwicklungen und/oder Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen
  • Austausch und Einblicke in Programme zur Organisation und Umsetzung von Kommunikation (z.B. Twitter)

Die Veranstaltung richtet sich an alle Citizen-Science-Projektverantwortliche (Leiter*innen, Freiwilligenkoordinator*innen, Kommunikationsverantwortliche etc. der Projekte) bei Bürger schaffen Wissen und ist offen für alle, die Interesse an Citizen Science haben.

Kommende Termine

Die Mittagspause wird mit vier weiteren Terminen an jedem letzten Freitag im Monat fortgesetzt. Nächste Termine: 27. August, 24. September, 29. Oktober, 26. November. Wir arbeiten noch an den Themen - wir freuen uns aber auch auf Ihre Vorschläge!

Themen der vergangenen Mittagspausen

Aktiv-Passiv!

Citizen-Science-Projekte ermöglichen Bürger*innen, sich an verschiedenen Phasen des Forschungsprozesses zu beteiligen. Diese Beteiligung findet zunehmend online statt, dabei können Teilnehmende digitale Werkzeuge zur Datensammlung, -auswertung und -diskussion nutzen. In einem Forschungsprojekt wurden für drei thematisch unterschiedliche, online-basierte CS-Projekte mit Hilfe von Tracking-Tools vergleichend untersucht, wie häufig die Teilnehmenden aktiv Daten gesammelt und ausgewertet haben oder ob sie eher passiv stöberten, also Inhalte anschauten und sich informierten. Prof. Dr. Till Bruckermann (Leibniz Universität Hannover) zeigte am 28.4.2021, dass sich die Art und der Grad der Beteiligung zwischen der Datensammlung und -auswertung unterscheiden, unabhängig vom Thema des CS-Projektes. Daraus lassen sich viele Anregungen für die Gestaltung von CS-Projekten ableiten.

Zum Weiterlesen:

Greving, H., Bruckermann, T. & Kimmerle, J. (2020). This is my project! The influence of involvement on psychological ownership and wildlife conservation: The influence of involvement on psychological ownership and wildlife conservation. Current Research in Ecological and Social Psychology, 1(1), Artikel 100001. https://doi.org/10.1016/j.cresp.2020.100001
Bruckermann, T., Greving, H., Brandt, M., Harms, U. (2021). Daten Sammeln reicht mir! Bürgerwissenschaften: Welche Aktivitäten interessieren Beteiligte? IPN Journal, 8, 24-29. https://www.ipn.uni-kiel.de/de/publikationen/ipn-journal/ipn-journal-no-8

Exklusiv - Inklusiv!

Die aktuell 160 Projekte auf der Plattform buergerschaffenwissen repräsentieren eine enorme Vielfalt an Themen, Forschungsfragen, Herangehensweisen. Doch wie vielfältig sind die Menschen in den Projekten, deren unterschiedliche Perspektiven, individuelle Hintergründe und Erfahrungswelten? Sind wir offen und divers? Oder weisen wir versehentlich einzelnen Personen oder sogar ganzen Gruppen nur bestimmte Rollen zu? Oder grenzen wir sogar aus? In der Digitalen Mittagspause am 26.3.2021 hat Psychologin Dr. Ines Thronicker (UFZ Leipzig) darüber berichtet, wie spannend und wie lohnend es ist, die Welt der Diversität zu erkunden – in unserer Kommunikation, in unseren Strukturen und in unserem Verhalten.

Ergänzende Materialien und Informationen

Soapbox:

Plötzlich digital!

Viele Citizen-Science-Projekte sahen und sehen sich vor der großen Herausforderung, ursprünglich als Vor-Ort-Angebote geplante Veranstaltungen in der digitalen Welt umzusetzen. In der Digitalen Mittagspause am 26. Februar 2021 haben Silke Oldorff und Rainer Stoodt vom Projekt „Tauchen für den Naturschutz“ berichtet. In diesem Projekt werden Sporttaucher*innen zunächst ausgebildet, verschiedene typische Wasserpflanzen zu bestimmen. Anschließend können sie selbständig diese Arten während ihrer Tauchgänge in den Seen bestimmen und kartieren. Das Team hat die Winter-Schulungen zur Auffrischung der Artenkenntnisse und Methodik Anfang Februar 2021 ins Internet verlegt. 

Freiwilligenmanagement

Eine besonders wichtige Komponente in Citizen-Science-Projekten ist die Zusammenarbeit mit Bürgerforschenden: Wie begeistert man Bürger*innen für das eigene Citizen-Science-Projekt? Worauf gilt es in der Kommunikation und in der Projektarbeit zu achten? Und wie organisiert man das am besten? In der gemeinsamen Mittagspause am 29. Januar drehte sich alles ums Freiwilligenmanagement. Wir bedanken uns bei Ralf Baumgarth von der FreiwilligenAgentur Heidelberg für einen Überblick über das Thema und bei Andrea Andersen vom BUND für einen Einblick in die praktische Umsetzung in den Citizen-Science-Projekten.             

Ende gut, alles gut?

In der Mittagspause am 27. November haben wir gemeinsam auf Citizen-Science-Projekte geblickt, die sich in der Abschlussphase befinden. Zeit also, um Bilanz zu ziehen, die gemeinsam erarbeiteten Ergebnisse vorzustellen und einen Blick nach vorn zu werfen. Dazu haben Prof. Dr. Melanie Jaeger-Erben das Projekt REPARA/KUL/TUR und Peggy Sylopp das Projekt Hear How You Like To Hear vorgestellt. Vielen Dank für den schönen Austausch!  

Ist Citizen Science Wissenschaftskommunikation?

In unserer Mittagspause am 30. Oktober beleuchten wir die Frage, inwiefern Citizen Science Teil der Wissenschaftskommunikation ist, wie sich die Grenzen zwischen Teilsystemen von Gesellschaft und Wissenschaft verschieben und welche Besonderheiten sich aus dem partizipativen Forschungsprozess für die Kommunikation in Citizen-Science-Projekten ergeben. Wir freuen uns auf einen Input von Susanne Hecker und auf die anschließende Diskussion mit allen Teilnehmenden!

Citizen Science & SDGs

In unserer zweiten Mittagspause am 25. September haben wir uns die Verbindung zwischen Citizen Science und den UN-Nachhaltigkeitszielen näher angeschaut und sind dazu mit euch in die Diskussion gekommen. Wir haben einen Blick auf die aktuelle Forschung geworfen und anschließend u.a. überlegt, wie Projekte in der Runde zu welchen SDG-Zielen passen und was die Projekte für die Umsetzung an Unterstützung noch gebrauchen können. 

 

Trends & Themen in der Wissenschaftskommunikation

In unserer ersten Mittagspause am 28. August 2020 stand die Frage "Was sind Trends und Themen in der Wissenschaftskommunikation?" im Mittelpunkt. Rebecca Winkels, verantwortlich für die strategische Kommunikation bei Wissenschaft im Dialog, stellte das Thema in einem Input vor und lieferte eine Vielzahl von Beispielen. Anschließend kamen die Teilnehmenden in den Austausch und diskutierten, welche Anknüpfungspunkte sie zu den eigenen Citizen-Science-Projekten sehen und welche Erfahrungen sie bereits teilen können. Die wichtigsten Diskussionsbausteine hat Graphic Recorderin Lorna Schütte für uns digital festgehalten.