Workshop: Science of Citizen Science (7. November 2019 in Bochum)

© RUB, Marquard
© RUB, Marquard

Im Workshop „Science of Citizen Science" möchten wir uns mit den Definitionen von Citizen Science beschäftigen. Denn genauer betrachtet wird Citizen Science derzeit nicht einheitlich definiert. Zurückzuführen ist dies u. a. auf die voneinander unabhängige Entwicklung der Terminologie Citizen Science durch Alan Irwin (UK) und Rick Bonney (USA). Beide Terminologien sind auch heute noch vorhanden und haben Auswirkungen auf die Praxis von Citizen Science.

Die Inhalte im Detail

Der Begriff Citizen Science wurde erstmals Mitte der neunziger Jahre vom britischen Sozialwissenschaftler Alan Irwin (derzeit Professor am Departement of Organisation, Copenhagen Business School) verwendet, um die Verantwortung der Wissenschaft gegenüber der Gesellschaft hervorzuheben, und von dem amerikanischen Ornithologen Rick Bonney (derzeit Direktor für Programmentwicklung und Evaluierung am Cornell Lab of Ornithology, Cornell University), um den möglichen Beitrag von Bürger*innen am wissenschaftlichen Erkenntnisprozess zu beschreiben. Heute gibt es verschiedene Ansätze um Citizen-Science-Projekte zu kategorisieren, abhängig von der Beteiligungsform, dem Zeit- und Ressourceneinsatz oder dem Grad der Partizipation.

Die Definition(en) von Citizen Science sowie die Möglichkeiten der Kategorisierung sind wissenschaftlich spannende Felder, die sowohl die Praxis als auch die Theorie beeinflussen. Mittlerweile sieht man eine „Professionalisierung“, die dazu führt, dass die Forschung über Citizen Science, also Science of Citizen Science, immer mehr an Bedeutung gewinnt. Überall auf der Welt haben sich zum Beispiel Citizen-Science-Associations gegründet und es gibt das Journal Citizen Science: Theory and Practice.

Ziel des Workshops

Gemeinsam möchten wir in dem Workshop die verschiedenen Ansätze beleuchten und auf die aktuellen Entwicklungen schauen sowie anhand von exemplarischen Projekten spezifische Ziele, deren Erreichung und Messung erarbeiten. Wir blicken somit aus einer Art Meta-Perspektive auf Citizen Science und erarbeiten uns einen Zugang zu Science of Citizen Science. Das Ziel soll es sein, Indikatoren von Citizen-Science-Projekten herzuleiten und Evaluationskriterien herauszuarbeiten.

Ablauf

Geplant ist hierbei, dass wir am Vormittag in einem Wechsel von Impulsvorträgen und (Klein-)Gruppenarbeit den Fokus auf die Definitionen legen und am Nachmittag gemeinsam an Beispielprojekten schauen, wie diese bisher umgesetzt wurden und welche konkreten Ideen wir daraus in den eigenen Projekte umsetzen können.

Zielgruppe

Der Workshop richtet sich an Interessierte, die sich auf einer Meta-Ebene mit Citizen Science auseinandersetzen wollen.
Bitte beachten Sie, dass die Zahl der Teilnehmenden begrenzt ist. Die Platzvergabe erfolgt in der Reihenfolge der Anmeldung.

Kosten

Die Teilnahme am Workshop ist kostenfrei; die Reisekosten tragen die Teilnehmenden selbst. Für Einzelpersonen und Vertreter*innen aus dem NGO-Bereich kann auf Anfrage ein Reisekostenzuschuss in Höhe von 100€ gewährt werden.

Termin und Ort

Donnerstag, den 7. November 2019, 10:00 – 16:00 Uhr (inkl. Lunch)

Beckmanns Hof der Ruhr-Universität Bochum
im Raum Shanghai
Universitätsstraße 150
44801 Bochum

Zur Orientierung finden Sie hier einen Lageplan sowie einen Raumplan. Der Seminarort ist vom Bochumer Hauptbahnhof sehr gut zu erreichen, weitere Informationen senden wir Ihnen bei erfolgreicher Anmeldung nochmals kurz vor dem Workshop zu. 

 

AUSGEBUCHT: ZUR ANMELDUNG (nur noch nach Absprache mit Bürger schaffen Wissen)

Falls Sie sich auf die Warteliste setzen lassen möchten oder Fragen haben, wenden Sie sich gerne an info[at]buergerschaffenwissen.de